Betreutes Wohnen - Tag der offenen Tür

betr w 17 n500 Leute strömten Ende November beim Tag der offenen Tür ins Dorfzentrum. Es galt, das größte Bauvorhaben der Geschichte von Mils zu begutachten. Die Urteile fielen äußerst positiv aus.

»Heut' isch's für alle fein, denn heut' zieht's ins neue Haus herein.« So sangen die vierten Klassen der Volksschule Mils mit ihren Lehrerinnen Ines Straßl und Barbara Plainer. Sie hießen die neuen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses betreutes Wohnen musizierend willkommen. Der Gruß galt den vier Ehepaaren und 24 Einzelpersonen bei der Schlüsselübergabe Ende November. In diesen Tagen besiedeln sie das Haus im Zentrum von Mils.

Kosten von 11,5 Millionen Euro

»Der schönste Ort ist gerade gut genug für euch«, betonte BM Peter Hanser bei der Schlüsselübergabe. Mit diesem Bauprojekt der Gemeinde, das insgesamt 11,5 Millionen Euro kostet, rücken die Milser Senioren ins Zentrum. Umgeben sind die neuen Bewohnerinnen und Bewohner von Bücherei und Pflegepension im selben Haus, von Café und Pfarrsaal in unmittelbarer Nachbarschaft, sowie allen notwendigen Einrichtungen des täglichen Lebens. 

»Unser Ziel war es, Wohnen im Alter so zu gestalten, dass unsere älteren Mitbürger möglichst selbstständig leben können«, erläuterte Hanser. Wo Unterstützung nötig ist, wird dies durch die Heimleiterin Ursula Posch gegeben. 

Ein mutiges Projekt

»Dies ist ein mutiges Projekt«, lobte Hannes Tratter. Dem für Gemeindeangelegenheiten zuständigen Landesrat gefällt das Revitalisierungsprojekt vor allem deshalb, weil es nach innen verdichtet ist, ohne die hohe architektonische Qualität zu vernachlässigen. »Deshalb haben wir das Milser Projekt auch gerne unterstützt«, sagt Tratter. Aus dem Gemeindeausgleichsfond wurden 800.000 Euro zugeschossen und durch die Wohnbauförderung zahlen die Mieter knapp zehn Euro pro Quadratmeter, »damit ersparen sie sich ein Drittel der Miete«.

Bauherr war die Gemeindebetriebe Mils GmbH. Für Geschäftsführer Roland Klingler bedeuteten die knapp eineinhalb Jahre seit dem Baustart im Mai 2015 intensive, aber lohnenswerte Anstrengungen. »Vor allem freut uns, dass die Planer unserem Wunsch entsprachen und viele Milser Firmen engagiert haben.« 

Wenn die Wohnungen nun übergeben werden, erwartet die Mieterinnen und Mieter ein perfektes Ambiente. Die Gemeinde baut Küchen und Bäder ein, sonst gestalten sich die Senioren ihr Umfeld ganz nach ihren Vorstellungen. Es gibt zwei gemeinsam nützbare Wohnstuben, aber jede Person kann sich ganz nach Belieben in das eigene Heim zurückziehen. So kann auch selbst gekocht werden oder das Café sowie »Essen auf Rädern« in Anspruch genommen werden. 

In einem Monat wird auch der Rest des neuen Dorfzentrums fertig gestellt sein. Dann werden Café, Pfarrsaal und Festplatz eröffnet.

»Wir bedanken uns bei den vielen Milserinnen und Milsern, die uns geholfen haben, einen Namen für das neue Restaurant zu finden«, anerkennt Klingler. Die Wahl fiel auf »Milsano«.

Quelle: Mein Mils, Dez. 2017

 

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