Einweihung neues Gemeindeamt 1971

 

 

Festsitzung

 

Am Freitag, den 26. Feber 1971, fand im neugestalteten Gemeindeamt die feierliche Einweihung der neuen Amtsräume statt. Um 20 Uhr wurde Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Nöbl in Begleitung von Amtsrat Thaler vor dem Kindergarten von Bürgermeister Vogelsberger und dem Gemeinderat herzlich willkommen geheißen. Bei der Besichtigung des Kindergartens äußerten sich die Festgäste lobend über die gediegene und großzügige Ausführung.

 

Die Festsitzung und Einweihung fand sodann im neuen Sitzungszimmer statt. Bürgermeister Vogelsberger gab einen Bericht über die Tätigkeit in den abgelaufenen 3 Jahren. Er betonte besonders, dass nach Fertigstellung der Wasserleitung mit einem Kostenaufwand von 4 Millionen und des Kindergartens mit 2,7 Millionen die Gemeinde vor schweren Aufgaben stehe. Durch die große Siedlungstätigkeit ist die Schule zu klein geworden, und es muss dringendst an die Erweiterung des Schulhauses herangegangen werden. Mit Recht betonte der Bürgermeister, beklagen sich die Siedler über die schlechten Straßenverhältnisse, ebenso die Bevölkerung im Ortsteil Winkel, und es werden auch hier alle Anstrengungen unternommen werden, um diesen berechtigten Forderungen Rechnung zu tragen. Bürgermeister Vogelsberger dankte dem Hochwürdigen Herrn Pfarrer Wille für die Bereitstellung des Grundes, auf welchem der Kindergarten errichtet wurde, denn nur dadurch konnte dieses Bauvorhaben verwirklicht werden.

 

Sodann sprach der Obmann des Bauausschusses, Gemeinderat Hans Arnold. Er erläutere den Werdegang des Gemeindehauses und gedachte in seiner Ansprache des verstorbenen Altbürgermeisters Lahartinger, in dessen Amtszeit das Gemeindehaus erbaut wurde. Er dankte ebenso wie der Bürgermeister allen beteiligten Firmen. Ferner galt sein Dank dem Bürgermeister, dem Bauausschuss, dem Gemeinderat und nicht zuletzt der Gemeindeverwaltung, denn nur durch die gute Zusammenarbeit aller war es möglich, diese Bauvorhaben so rasch zu verwirklichen. Hans Arnold hob besonders hervor, dass bei diesem Bauvorhaben zwar auf eine gediegene und zweckentsprechende Ausführung Wert gelegt, aber nirgends ein Luxus betrieben worden ist. Die Heizung der beiden Objekte wird von einem zentralen Kesselhaus aus betrieben. Es erfolgte die Umstellung der Koksheizung auf Öl. Die Heizung ist so dimensioniert, dass der zu errichtende Schulhausanbau an diese Anlage angeschlossen werden kann. Im Schulhaus wurde eine Klasse neu eingerichtet, ebenso die dazugehörigen Nebenräume. Das Gemeindeamt umfasst 5 Amtsräume und 1 Sitzungszimmer. Die Gesamtbaukosten betrugen 1 Million Schilling.

 

Abschließend sprach der Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Nöbl dem Bürgermeister und dem Gemeinderat seinen Dank aus für die geleistete Arbeit. Er zeigte Verständnis für die finanziellen Sorgen, von denen besonders die Siedlergemeinden betroffen werden. Er gratulierte der Gemeinde zu diesem wirklich gelungenen Bauwerk und betonte, dass gerade in diesen Räumen Beschlüsse gefasst werden müssen, die für die Zukunft und das Wohl der Gemeinde von ausschalgebender Bedeutung sind.

 

Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Rede des Bezirkshauptmanns segnete Pfarrer Rudolf Wille die Amtsräume. Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein im Gasthaus Tiefenthaler.

Quelle: Haller Lokalanzeiger, März 1971

LINK: Entwicklung des Gemeindeamtes

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